Die stagegroup am Zug: Die heiße Phase für die gamescom läuft!

  • von lruppert - Mi, 08.07.2015 - 15:49

Am 5. August startet die gamescom, die weltweit größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, in Köln. Die stagegroup GmbH errichtet 2015 gleich für fünf der dort vertretenen Unternehmen die Messestände. Da sind, wie bei einem komplexen Strategiespiel, Koordinationsgeschick und Weitsicht gefragt. Und natürlich Teamarbeit, weshalb der Großteil der stagegroup-Mitarbeiter in die Vorbereitungen involviert ist. Uli Zeller ist der Bereichsleiter Messebau bei der stagegroup GmbH. Uns hat er den aktuellen Stand der Dinge verraten.

Herr Zeller, für welche Kunden baut die stagegroup auf der gamescom 2015 die Messestände?

Uli Zeller: Das sind namhafte Entwickler, Publisher und Distributoren der Branche: die Take 2 Interactive GmbH, die Koch Media GmbH und die Square Enix GmbH, jeweils mit den Consumer- und den Business-Ständen. Außerdem das Unternehmen Flashpoint AG, ein Entertainment-Distributor, und der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V., kurz BIU. Den Gamern werden wohl vor allem die Spiele etwas sagen: Battleborn, Homefront, Final Fantasy und viele weitere.

Sind dies langjährige Kunden der stagegroup oder konnten 2015 auch Neukunden gewonnen werden?

Uli Zeller: Neu hinzugekommen ist der Stand für den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V., der Interessengemeinschaft der Entwickler und Anbieter von Unterhaltungssoftware in Deutschland. Dieser ist Mitveranstalter und ideeller Träger der gamescom. Ein sehr wichtiger Kunde für die stagegroup.

Und von welcher Gesamtfläche der Messestände sprechen wir?

Uli Zeller: Insgesamt sind wir für die Konzeptionierung und die Umsetzung von Ständen mit einer gesamten Fläche von 5300m² betraut.

Das klingt nach sehr viel Arbeit im Vorfeld. Wie viele Mitarbeiter von der stagegroup sind in das Projekt involviert?

Uli Zeller: Nahezu das ganze Messebauteam, erweitert um freie Mitarbeiter, die der Firma bereits seit Jahren verbunden sind. Jeder Stand hat einen eigenen Projektleiter, der den dynamischen Verlauf - von den ersten Skizzen bis hin zum fertigen Messestand - erstellt, steuert und überwacht. Hinzu kommen noch die Projektleiter aus dem technischen Bereich, die für Licht, Video und Ton verantwortlich sind. Gerade dieser Schulterschluss von Gestaltung, Messebau und Technik ist eine Stärke der stagegroup GmbH, da die gamescom Kompetenz im Bereich Messebau und im Bereich Veranstaltung fordert.

Wann haben die Vorbereitungen begonnen und wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Uli Zeller: Nun, die ersten Vorstudien zur Standgestaltung und Planung beginnen Mitte oder Ende März. Die prinzipielle Schwierigkeit in der Spielebranche besteht darin, die Titel zu diesem Zeitpunkt bereits festzulegen. Neue Spiele sind möglicherweise nicht bis zur Messe voll spielfähig, oder in der Anlaufphase nicht wie erhofft beim Publikum angekommen und werden deshalb abgesetzt. Das Pendant zur gamescom, die E3 in Los Angeles, ist für viele der Orientierungspunkt. Sie findet sechs Wochen vor der gamescom statt.

Werden die Messestände in der eignen Schreinerei der stagegroup GmbH gefertigt?

Uli Zeller: Eine reine Inhouse-Fertigung ist bei der Menge an Material weder möglich noch wirtschaftlich. Insbesondere die Wandabläufe aus beschichteten und rohen Spanplatten werden bei spezialisierten Zuschnittbetrieben in Auftrag gegeben. Die Schreinerei bildet trotzdem das Rückgrat der Produktion - bei allen Bauteilen, die in kleinen Stückzahlen gefertigt werden, die überarbeitet werden müssen, die als Prototypen zunächst auf Herz- und Nieren geprüft werden.

Seit wie vielen Jahren ist die stagegroup schon auf der gamescom aktiv?

Uli Zeller: Das geht in das Neolithikum der Messe selbst zurück, als diese als Games Convention 2002 in Leipzig aus der Taufe gehoben wurde. Wir hatten damals mit der Firma UBI-Soft einen langjährigen Kunden bei seinem allerersten Messeauftritt betreut. Ich kann mich noch gut an die Begeisterung der Produktmanager erinnern, die ihre Spielewelten in einer ganz anderen Dimension gebaut auf dem Stand wiederfinden konnten.

 Wie hat sich die Arbeit für die gamescom mit den Jahren verändert?

Uli Zeller: Die Stände im Consumerbereich, wo den Gamern die neuesten Spiele präsentiert werden und sie diese manchmal auch als erste ausprobieren können, sind auf mehr „Durchsatz“ gepolt als in der Anfangszeit. Viele, auch wir, hatten hier mit aufwändigen Dekorationen aus der Spielwelt richtig Atmosphäre gezaubert. Hier überbieten sich heute XXL-Grafiken und Video- und Tontechnik. Dagegen sind die Business-Stände deutlich aufwändiger und individueller geworden. Hier werden Demoräume für die Präsentationen zu „Kleinkinos“ mit Dekorationen ausgebaut.

 

Die Messestände auf der gamescom 2014:

Koch Media Consumer Area auf der gamescom 2014
Flashpoint AG auf der gamescom 2014
Take 2 Interactive - Business Center auf der gamescom 2014
Koch Media Business Center auf der gamescom 2014
Take 2 Interactive - Consumer Area auf der gamescom 2014
Square Enix GmbH auf der gamescom 2014